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Mit dem Kanu in die Havelregion - entlang des Amazonas der Mark©
Die Karte zu dieser Kanutour
Tag 2
- zur Mulde-Tour 1 von Gruna bis Bad Düben (14,2 km)
- zur Mulde-Tour 3
Reisebericht zu dieser Kanutour
Gestärkt und guten Mutes sind wir wieder auf der Mulde. Während sich einige Gäste des Fährhauses auf die andere Seite ziehen lassen, müssen wir bereits wieder auf nahende Hindernisse achten (Reste einer alten Schiffmühle, große und kleinere Steine, Baumstüpfe und Stämme). Mittlerweilen klappt es schon recht gut, sich durch die Kurven treiben zu lassen. Wenn keine Hindernisse den Weg versperren, dann ist das Wasser am Steilufer in der Regel die bessere Seite. Wenn dann doch mal die Kiesbank quer übers Flussbett reicht, dann heißt es aussteigen - dann bekommt das Wort "Wasserwandern" eine ganz neue Bedeutung... Im knöcheltiefen Wasser laufen und das Boot, wie ein Hund an der Leine vor sichher "führen"... man kann sich drann gewöhnen und dann auch als Entspannung spüren und empfinden.
Und wieder eine von 18 Kurven auf diesem Abschnitt. Wie das Kolosseum stellt sich das steile Ufer an den Fluss - bewundernswert und ergreifend schön.
Doch sollte noch die Herausforderung des Tages noch folgen. Die Strömung schob uns mit dem Bug auf einen quer im Fluss liegenden Stamm, der nicht erkannt werden konnte, weil er vom Wasser überspült wurde. Der Bug saß auf dem Stamm auf und die Strömung drückte das Heck zur Seite. Die Gefahr zu kentern stieg im Nu. Unruhe kam auf - was machen? Ich zog mich vorsichtig nach vorn und verlagerte damit mein Gewicht mit auf den Bug. Dadurch wurde das Boot hinten leichter und es wurde von der Strömung über den Stamm gespült. Zwar waren wir jetzt mit dem Heck in Fahrtrichtung gekommen aber jetzt konnte ich wieder meinen Platz einnehmen. Ein beherzter Stoß mit dem Paddel gegen den Stamm und das Boot rutschte sich frei. GOTTSEIDANK! Das Boot wurde wieder in die richtige Richtung gelenkt und dann erstmal eine Verschnaufpause eingelegt. Bis Bad Düben war es dann bis auf ein paar Schwellen und Kiesbänken eine ruhige Fahrt.
Doch dann kam noch diese Treppe
"Die steile Wand von Bad Düben".
Es wäre klug gewesen, dieses Geld zu sparen und mit einem sachkundigen Kanuten deichbegleitend eine schiefe Ebene (6% Neigung mit Ruhefläche) zu realisieren. Da hätten dann auch Rollifahrer oder Mütter mit Kinderwagen oder sogar Rettungskräfte den Aus- bzw. Einstieg problemlos erreichen können.
Nun war und ist es auch für gesunde Menschen eine nicht zu empfehlende Stelle zum Aus- bzw. Einstieg - sehr schade!


Reaktion der Stadt Bad Düben (Auszug aus der E-Mail vom 20.09.19) zur Klarstellung:
..."Darum möchten an dieser Stelle nochmal erläutern, dass die Stadt Bad Düben genau die von Ihnen im Bericht erwähnte Variante beantragt hatte und Diese von der übergeordneten Behörde aus naturschutzrechtlichen Gründen abgelehnt wurde"....

Die Bilder zu dieser Kanutour
hier bekommt der Begriff: "Wasserwandern" stellenweise eine ganz neue Bedeutung...!

Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt!

Tag 2
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